
Patenturkunde Nr. 196 32 958
Patentinhaber: REBS
Zentralschmiertechnik GmbH
Erfinder: Harald Rebs
Tag der Anmeldung: 16.08.1996
Am 29.1.1998 wurde der Firma REBS ein Patent zur "Vorrichtung zum Schmieren der Oberfläche einer Schienenrades und/oder einer Schiene eines Gleiskörpers" erteilt.
Hierzu erschien in der Eisenbahntechnischen Rundschau 5/98 folgender Artikel:
REBS Spurkranz- und Schienenfahrflächenschmieranlagen Das Problem der Spurkranzschmierung und der Schienenfahrflächenschmierung beschäftigt Verkehrsbetriebe, Fahrzeugbauer und Schienenhersteller wegen des hohen Verschleißes schon seit Jahrzehnten. Auch die Riffelbildung auf der Innenschiene in Kurven und die hohe Geräuschentwicklung führten zur Entwicklung verschiedener Lösungen, die auch durch den Einsatz moderner, hoch feststoffhaltiger Schmierstoffe möglich wurden. Wichtig ist, daß die eingesetzten Anlagen in der Lage sind, diese Schmierstoffe ohne Verstopfungs-Probleme zu versprühen.
Während bei Spurkranzschmieranlagen meist eine zeit- oder wegabhängige Steuerung eingesetzt wird, ist bei Schienenfahrflächenschmieranlagen eine bogenabhängige Steuerung nötig, da nur die Innenschiene der engeren Bogenradien besprüht werden soll. Bei einer herkömmlichen rein bogenabhängigen Spurkranzschmierung wird der Sprühvorgang immer zu spät ausgelöst. Denn sowohl bei einer Auslösung des Sprühvorganges durch Beschleunigungssensoren als auch durch Drehgestellabfrage mit Annäherungsschaltern befindet sich das Fahrzeug bereits in der Kurve, bis der Schmierstoff auf den Spurkranz gesprüht wird. Die Firma REBS empfiehlt daher bei einer solchen bogenabhängigen Spurkranzschmierung zusätzlich die wegabhängige Ansteuerung der Schmierung, damit sich schon Schmierstoff auf den Spurkränzen befindet, bevor das Fahrzeug in die Kurve hineinfährt. Die Beschleunigungssensoren lösen dann eine Zusatzschmierung aus.
Bei den automatisierten Schienenfahrflächenschmieranlagen bei der Deutschen Bahn AG war aber das Problem zu lösen, den Sprühvorgang bereits vor der Kurve zu beginnen. Bei dieser Anwendung wird daher mit einem patentierten Verfahren der Firma REBS durch im Gleiskörper montierte Transponder mit Hilfe eines Identifikationssystems die Schmierung bereits vor der Kurve ausgelöst und am Ende der Kurve wieder beendet. Durch das besondere Prinzip der REBS Anlagen ist es möglich, ohne Unterbrechung durch die gesamte Kurve kontinuierlich die Fahrfläche der Innenschiene zu besprühen, und die aufzubringende Schmierstoffmenge pro Zeiteinheit einzustellen.
Um dieses Prinzip günstiger und preislich auch für Spurkranzschmieranlagen interessant zu machen, entwickelt die Firma REBS zur Zeit ein Spurkranz-schmiersystem, welches mit Hilfe des Satelliten-Navigationssystemes (GPS) an ausgewählten Stellen (z.B. enge Kurven und Weichen) aktiviert wird. Dieses Verfahren ist ebenfalls patentiert und wird deutlich preisgünstiger sein als die Ausführung mit Identifikationssystem. Insbesondere bei Fahrzeugen, deren Position in Zukunft mit Hilfe des GPS-Systems verfolgt werden wird, besteht die Möglichkeit, die Ansteuerung der Spurkranz- oder Fahrflächenschmieranlagen durch die Verwendung des dann bereits vorhandenen GPS-Empfängers mit einer SPS Steuerung und der entsprechenden Software ohne weitere Zusatzkosten vorzunehmen.
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