Öl-Luft-Schmierung (z.B. für Walzwerke)







Öl-Luft-Schmierung / TURBOLUB


Eine Zentralschmierung soll:
  • einen optimalen Schmierfilm zwischen den sich bewegenden Lagerteilen erzeugen,
  • eine Reduktion der Wärme im Lagerinneren erreichen,
  • keine Zusatzwärme (durch Überschmierung) erzeugen und
  • den Eintritt von Kühlwasser in das Lager verhindern.
Problemloser Einsatz bei:
  • hoher Wärmebelastung der Lager (z.B. Walzwerke, Stranggußanlagen und Kühlbetten)
  • hohen Drehzahlen bzw. Umfangsgeschwindigkeiten (z.B. Rollenführungen)
  • Einwirkung von Staub, Wasser oder schädlichen Gasen (z.B. chemische Industrie oder Walzschleifmaschinen)
Prinzip der Öl-Luft Schmierung

Eine Pumpe fördert das Öl direkt oder über einen Progressiv-Verteiler zu einem Mischblock, der gleichzeitig über einen Druckregler an das Druckluftnetz angeschlossen ist. Im Mischblock werden Öl und Druckluft dosiert und auf mehrere Öl-Luft-Leitungen verteilt. Innerhalb der Öl-Luft-Leitungen bildet sich unter Einfluß der Druckluft aus dem impulsweise zugeführten Öl nach und nach ein geschlossener Ölfilm, der sich schlierenförmig an der Innenseite der Öl-Luft-Leitung zur Reib- oder Dichtstelle bewegt. Dort löst sich das Öl durch den Luftdruck von der Rohrinnenwand bzw. Zuführbohrung, wobei die entsprechenden Stellen geschmiert und durch Druckluft gekühlt werden. Gleichzeitig wird der Eintritt von Fremdstoffen in Lager oder Dichtung verhindert. Das Öl-Luft-Gemisch ist in der Lage, den sich bei hohen Drehzahlen durch die Zentrifugalkraft um das Lager bildenden Luftwirbel zu durchdringen.

Öl-Luft-Schmierung (z.B. für Walzwerke)

Vorteile der REBS Öl-Luft-Schmierung mit TURBOLUB Verteiler



  • Verschleißfreie TURBOLUB-Verteiler (beinhalten keine beweglichen Teile)
  • geringer Schmierstoffverbrauch Reduzierung der Schmierstoffmenge auf 1/100 der bei Fettschmierung benötigten Menge möglich, dadurch beste Amortisierung der Anlage
  • Abdichtung der Lager durch Überdruck und dadurch
  • Verlängerung der Wälzlagerlebensdauer
  • wesentliche Reduzierung der Instandhaltungs- und Wartungskosten keine Reinigung der Wälzlager von Fett bei der Lagerinspektion
  • Frischölschmierung
  • keine Verschmutzung der Einbaustücke und des Wassers durch Fett
  • Möglichkeit der genauen Dosierung von Öl und Luft, sowie die Überwachung aller mechanischen Bauteile, Rohrleitungen und Anschlüsse
  • unbegrenzte Leitungsverlegung und kleine Rohrdurchmesser (6, 8, 10, 12 mm) und beliebige Einbaulagen gemeinsames System für Stütz-, Zwischen- Arbeits- und Prozeßwalzen möglich
  • keine Überschmierung
TURBOLUB-Walzwerkschmierung in Satellitenausführung

Ein Beispiel für eine Anwendung des Satellitensystems ist eine mit
TURBOLUB-Schmierung ausgerüstete Drahtstraße. Auch weit auseinander liegende Anlagenteile lassen sich so mit einer Schmieranlage versorgen. Die Zentrale hält eine Druckölleitung unter einen konstanten Druck von 80-100 bar. Von dieser werden die Satelliten-Stationen (SAT) mit Frischöl versorgt.

Diese SAT-Stationen können nun unabhängig voneinander arbeiten. Sie bestehen normalerweise aus einem Progressiv-Verteiler mit Annäherungsschalter, der Luftaufbereitung, sowie der Öl-Luft-Mischleiste mit Überwachung. Die Steuerung befindet sich ebenfalls in der SAT-Station.

Bei einer Ausweitung der Anlage ist das Nachrüsten mit weiteren SAT-Stationen möglich.

TURBOLUB-Schmierung für Stranggußanlagen

In den meisten Fällen ist nur ein Öl-Luft-Anschluß pro Segment der Stranggußanlage nötig. Die genaue Aufteilung des Öl-Luft-Gemisches auf die jeweiligen Schmierstellen übernehmen die Turbolub-Verteiler.

Auch hier ist eine SAT-Ausführung der Schmieranlage, z. B. bei Mehr-Strang-Anlagen, möglich.

Die Schmieranlage kann mit einer Überwachung für alle Anschlüsse und der mechanischen Teile ausgerüstet werden.

TURBOLUB-Walzwerkschmierung

Das Walzgerüst wird mit TURBOLUB-Einbausätzen und Kupplungsstangen ausgerüstet. Pro Einbaustück können alle Schmierstellen über einen Anschluß versorgt werden. Über die Kupplungsstange kann das Einbaustück auf der gegenüberliegenden Seite zusätzlich über diesen Anschluß versorgt werden. Das ordnungsgemäße Einkuppeln des Anschlusses ist überwachbar. Die Größe der Öl-Luft-Zentralstation richtet sich nach der Größe der mit Schmierstoff zu versorgenden Anlage.